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| Google, eine medizinische Suchmaschine? |
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Obwohl Google zunächst keine medizinische Suchmaschine ist, wird es fortwährend von Ärzten und Patienten genutzt, um sich über Krankheiten und Gesundheit zu informieren (1). Welche Möglichkeiten bietet Google im medizinischen Bereich und wo sind die Grenzen? Der Versuch einer Antwort... Zuerst einmal gibt es nicht ein Google, sondern mehrere Google: Google, Google Scholar, Google Health, Google Bilder, usw. Jede dieser Versionen hat eigene Besonderheiten und Zweckmässigkeiten. Die bekannteste Suchmaschine. Leistungsstark und schnell. Diese Version bietet eine Standardsuchfunktion und eine Funktion zur erweiterten Suche. Die akademische Version von Google startete im November 2004. Google Scholar erlaubt eine Suche nach universitären Arbeiten: begutachtete Artikel, Dissertationen, Bücher, analytische Zusammenfassungen und Veröffentlichungen. Soweit wir wissen, hat Google nie präzise Angaben zu den exakten Quellen von Google Scholar gemacht. Weitere Informationen entnehmen Sie der Seite von Google: Über Google Scholar. Google bietet eine Version seiner Suchmaschine Google, die sich der Gesundheit widmet (steht nur in englischer Sprache zur Verfügung). Noch in der Testphase, will Google Health die Standardleistung der Suchmaschine mit der Expertise einer bestimmten Zahl von Referenzorganisationen im Bereich Gesundheit ergänzen: US National Library of Medicine, Centers for Diseases Control and Prevention, Health On The Net Fondation, Harvard Medical School, Mayo Clinic et Kaiser Permanente. Große Namen im medizinischen Bereich des Internets.
Google, eine medizinische Suchmaschine? Studien zum Vergleich der klinischen Nützlichkeit der verschiedenen über das Internet verfügbaren Informationsquellen sind selten (2). Nach unserem Wissen existiert keine Studie, die Google mit anderen über das Internet verfügbaren Informationsquellen im Hinblick auf klinische Fragen vergleicht. Eine Suche auf PubMed mit dem Begriff « Google » ergibt trotzdem mehr als 200 Referenzen. Aber tatsächlich handelt es sich bei dem Grossteil dieser 200 Artikel um Arbeiten, für die Google als bibliographisches Suchwerkzeug eingesetzt wurde. Daraus kann man schliessen, dass Google und Google Scholar in medizinischer Hinsicht nützlich sind, da sie als Suchwerkzeug für medizinische Referenzen benutzt werden. Nur eine geringe Anzahl dieser Publikationen haben die Anwendung von Google in Rahmen einer klinischen Situation untersucht.
Wir befinden uns in einer offenbar paradoxen Situation: Google wird täglich von medizinischen Fachleuten weltweit genutzt, aber es existiert keine Studie, die seine Nützlichkeit belegt. Aktuell verfügbare Arbeiten sind unserer Meinung nach zu kurz angelegt. Tatsächlich ist eine Studie zur Nützlichkeit von Google nicht leicht, insbesondere weil sein Inhalt sehr heterogen ist. Dennoch scheint es offensichtlich zu sein, dass Google nicht nur ein nützliches Werkzeug im Bezug auf seltene Krankheiten und Differentialdiagnose ist. Nicht zu vergessen ist z.B., dass der Arzt nicht nur komplexe medizinische Fragen beantworten muss. Für einfache Recherchen ist Google sicherlich auch eine hilfreiche Suchmaschine. Können Sie sich gerade nicht nicht mehr an die Diagnosekriterien für Hämochromatose erinnern? Einfach « diagnosis » und «hemochromatosis » in Google eingeben und man erhält das Ergebnis in einer Sekunde (in der Zeit, in der dieser Text geschrieben wurde, steht die Antwort unter dem zweiten Link unter www.emedicine.com). Google ist kostenlos und einfach zu benutzen. Die Suchmaschine von Mountain View hat dem gegenüber eine gewisse Anzahl von Einschränkungen. Die Qualität und die Zweckmässigkeit der gefundenen Informationen sind natürlich problematisch. Eine Suche ergibt oft eine sehr hohe Anzahl von Antworten unterschiedlicher Qualität. Die brauchbaren Resultate können unter vielen ungeeigneten Informationen verborgen sein. Ein weitere Limit von Google liegt in der Tatsache, dass nur das « sichtbare Web » durchsucht wird. Bestimmte Informationen würde Google nie finden, da die Suchmaschine sie nicht sieht. Es handelt sich hierbei um das unsichtbare Web: Sein Inhalt wird von den Autoren geschützt oder ist in Datenbanken enthalten (Google Scholar und Google Print versuchen diese Einschränkung aufzuheben). Bezüglich Google Health ist es unserer Meinung nach zu früh um zu beurteilen, was diese Version mehr liefern wird als das traditionelle Google. Zum Testen… Auch wenn es zu wenige Studien tatsächlich belegen, sind wir davon überzeugt, dass Google für den Bereich Medizin eine nützliche Suchmaschine darstellt, auch für das medizinische Fachpersonal.
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