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Suchstrategien Drucken E-Mail

Wie nutzt man das Internet (endlich) wirklich effektiv.

  1. Sie suchen ein Dokument, von dem Sie wissen, wo es zu finden ist. Sie verbinden sich direkt mit dieser Website, die sich in Ihren Favoriten befinden sollte.

  2. Sie suchen ein Dokument (oder eine Website), dessen (deren) genauer Titel Ihnen bekannt ist. Verwenden Sie Google.

  3. Sie kennen weder den Namen des gesuchten Dokuments, noch die Website auf der es zu finden ist. Sie müssen Ihre Suche definieren: Welche Wörter drücken meine Suche aus, welche Art von Information wird gesucht, welche Grenzen setze ich meiner Suche, allgemeine oder gezielte Frage?

  4. Allgemeine Frage. Für eine sehr präzise Frage sollten Sie eine Website benutzen, die einen weiten Bereich abdeckt. Für eine eher allgemeine Frage empfiehlt es sich, die Qualität gegenüber der Quantität zu begünstigen: Nutzen Sie eher ein medizinisches Verzeichnis: UpToDate, eMedicine, Merck Manual.

    Die Beschreibung für ein allgemeinmedizinisches Thema (kann eine Fokussierung oder eine Übersicht betreffen) umfasst zwei oder drei Wörter.

    Beispiel: Komplikationen bei Mukoviszidose, Antibiotikatherapie von Atemwegsinfektionen, Diagnose einer Otalgie, Indikationen von Kortikoiden bei Asthma, vaskuläre Komplikationen bei Diabetes ...

  5. Gezielte Frage. Hierbei sollten Sie eine Website verwenden, die einen weiten Bereich abdeckt: Google, The-best-medical-search-engine.org oder PubMed / PubMed Central.

Das Internet ist keine allmächtige Informationsquelle. Manchmal finden Sie in wenigen Sekunden Antworten auf Ihre Fragen, manchmal erfordert es mehr Zeit und manche Antworten werden Sie nie finden. Sei es, weil das Finden der Antwort sehr komplex ist oder weil sie einfach nicht existiert. Freuen Sie sich, wenn das Internet Ihnen die Beantwortung einer Frage erlaubt, und seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihre Suche, trotz aller Hoffnungen, kein Ergebnis liefert.

 

Die oben genannten Websites sind alle erstklassig, aber sind sie „nützlich"?

Der Versuch einer Antwort mittels einer absteigenden Klassifizierung, von sehr einfach bis sehr kompliziert. Eine subjektive Klassifizierung.

  1. Google. Schwer zu überbieten
  2. The-best-medical-search-engine.org. Da sie auf der Google-Technologie beruht.
  3. UpToDate. Einfacher Suchbereich, hochwertiger Inhalt, deckt einen breiten Bereich ab.
  4. Merck Manual. Eine einfach anzuwendende Informationsquelle für leichte medizinische Fragen.
  5. eMedicine. Ein komplettes Lehrbuch, kostenlose Registrierung erforderlich.
  6. TripDatabase. Eine Suchmaschine, welche die Inhalte von zahlreichen EBM-Websites indexiert.
  7. Die Suchmaschine des MMT. Hochwertige Inhalte, die jedoch von sehr unterschiedlichen Websites stammen.
  8. PubMed / PubMedcentral. Sehr umfangreicher Inhalt. Lernphase erforderlich.

 

Diese Klassifizierung stellt tatsächlich vier Arten von unterschiedlichen Websites dar.

  1. Die Suchmaschinen von Google, sehr einfach anzuwenden.
  2. Die Datenbanken, die einen strukturierten Inhalt anbieten (UpToDate, Manuel Merck, eMedicine). Der Vorteil dieser Websites ist, dass Sie bereits bei der Anwendung wissen wie sie funktionieren und was Sie dort finden können.
  3. Die Websites, die hochwertige Inhalte liefern, welche aber aus verschiedenen Quellen stammen: Sie wissen nie im Voraus, was Sie dort finden werden.
  4. PubMed und PubMed Central, sie erfordern eine besondere Lernphase.

 

Die Websites

UpToDate (www.uptodate.com )

Nach unserer Meinung ist UpToDate die derzeit beste verfügbare Informationsquelle. Diese grossartige Datenbank ist kostenpflichtig. Auf der Homepage erlaubt der Link „Demos" das Kennen lernen des Inhalts von UpToDate, ohne registriert zu sein.

TripDatabase (www.tripdatabase.com)

TripDatabase ist eine Metasuchmaschine, die sich an der evidenzbasierten Medizin orientiert. Eine Metasuchmaschine ermöglicht die gleichzeitige Suche in verschiedenen Quellen, um die Resultate dann zusammenzufassen.

Das Merck Manual (www.merck.com/mmhe/index.html)

Die englische Version dieses medizinischen Basiswerks. Eine hilfreiche Website, wenn Sie eine kurze und zusammengefasste medizinische Information suchen. Eine Suche mit dem Merck Manual ist leicht. Es reicht dabei auf der Suchseite die Schlüsselwörter einzugeben und auf „Suchen" zu klicken, damit die Resultate nach ihrer Relevanz aufgelistet werden. Auch wenn einige der Fragen, die sich ein Arzt stellt, den Zugang zu ausführlicheren Datenbanken erfordern, werden in den schärfer umrissenen Informationsquellen, wie dem Merck Manual, zahlreiche Antworten gefunden.

eMedicine (Registrierung erforderlich). (www.emedicine.com)

Emedicine wurde von Hunderten von Experten erstellt und ist ein echtes Lehrbuch in englischer Sprache, das nur über das Internet verfügbar ist. Der Zugang zum Inhalt von emedicine ist kostenlos, lediglich bei der ersten Anmeldung ist eine Registrierung erforderlich.

Google (www.google.ch)

Die bekannteste Suchmaschine, stark und schnell. Verwenden Sie mehrere präzise Schlüsselwörter, um hilfreiche medizinische Informationen zu finden. Wie unten erwähnt, können Sie auch die Website www.moteur-de-recherche-medical.org verwenden, die mit der Stärke von Google arbeitet und erstklassige medizinische Websites bevorzugt.

PubMed (www.pubmed.org)

Medline ist die elektronische Version der Datenbank der US National Library of Medicine (NLM). Diese Datenbank enthält aktuell 17 Millionen Referenzen. Mehr als 4000 Zeitschriften sind in PubMed indexiert. Als klinische Informationsquelle hat sie allerdings ihre Grenzen. Der erste Kritikpunkt ist, dass sich der Zugang auf die Zusammenfassungen der Artikel beschränkt und somit eine sofortige kritische Bewertung der gefundenen Artikel verhindert wird. Der zweite Kritikpunkt ist, dass man die Information im Rohzustand erhält und der Arzt alle relevanten Studien zu einem bestimmten Gebiet finden und zusammenfassen muss. Geeignet für eine spezifische, klinische Recherche und ganz wesentlich für bibliografische Recherchen.


PubMed Central (www.pubmedcentral.nih.gov)

PubMed Central enthält nur Artikel, die kostenlos als Vollversion verfügbar sind. Im Vergleich zu PubMed, handelt es sich also um einen kleinen Anteil von Artikeln. Man erhält jedoch, anders als bei PubMed, kostenlos den Gesamtartikel.

 

 
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