Die Suche nach Informationen | Das praktische Internet |
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Der Informationsbedarf eines Arztes Ärzte sind Grossverbraucher in Sachen Information. Ein Arzt verwendet zur Betreuung seiner Patienten ungefähr zwei Millionen Informationen und verbringt rund ein Drittel seines Berufslebens mit dem Sammeln und Verarbeiten von Informationen [1]. Der Informationsbedarf eines Arztes zur Beantwortung von Fragen lässt sich in drei Kategorien unterteilen: [2]
Zugriff auf das medizinische Wissen Wenn der Arzt die Antwort auf eine Frage bezüglich des Patienten bzw. seiner Erkrankung sucht, können sich ihm 59 verschiedene Hindernisse in den Weg stellen. Davon sind 6 besonders schwerwiegend [6]:
Im Hinblick auf die Patientenbetreuung besteht der erste Schritt darin, sich darüber im Klaren zu sein, dass das eigene Wissen eine Lücke aufweist. Ist dem Arzt diese Lücke bewusst, kann er entweder aus seinen eigenen Kenntnissen das Beste machen oder sein Wissen durch die gezielte Suche nach den benötigten Informationen erweitern. Entscheidet sich der Arzt für die Suche nach Informationen, so muss er in einem zweiten Schritt zunächst seine Frage präzise formulieren. Häufig empfindet er es als schwierig, seine ursprüngliche, oft zu vage ausgedrückte und zu stark interpretierbare Frage entsprechend abzuändern. Der dritte Schritt ist schliesslich die eigentliche Suche nach Informationen. Dabei können sich dem Arzt 59 verschiedene Hindernisse in den Weg stellen. Dies sind insbesondere der übermässige Zeitbedarf, die Mangelhaftigkeit der zur Verfügung stehenden Quellen und das Fehlen einer Zusammenfassung der verschiedenen Informationsquellen zu einer einzigen Information, die leicht verwendbar ist. Eines der Hauptprobleme besteht auch darin, die optimale Suchtechnik auszuwählen, die einen raschen Zugriff auf qualitativ hochwertige Informationen gewährleistet. Der vierte Schritt ist die Formulierung einer Antwort auf der Grundlage aller gefundenen Informationen. Der fünfte und letzte Schritt ist die Anwendung dieses neu gewonnenen Wissens auf das eigentliche Patientenmanagement. Häufig entscheidet sich der Arzt gegen die Suche nach fehlenden Informationen, weil er nicht glaubt, dass die gesuchte Antwort in den zur Verfügung stehenden Quellen zu finden ist. Er weiss, dass die Suche oft sehr langwierig ist, dass viele Informationsquellen mangelhaft sind und dass es meist keine synthetisierte, leicht umsetzbare Zusammenfassung der unterschiedlichen Informationen gibt. Der Zugriff auf „fehlende“ Informationen könnte jedoch leider einige seiner ärztlichen Entscheidungen verändern: Während einer halbtägigen Sprechstunde hätten vier Entscheidungen anders ausfallen können, wenn die für den Arzt notwendige Information gleich beim Gespräch mit dem Patienten zur Verfügung gestanden hätte [4]. Auch wenn noch nicht formell bewiesen ist, ob und wie nützlich das Internet ist, so sollten uns doch die mangelhafte Natur der traditionellen Informationsquellen, der Reichtum an Informationen im Internet und das Potenzial künftiger medizinischer Bereiche im Internet Grund genug sein, diese neue Informationsquelle einzusetzen.
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| Letzte Aktualisierung ( dimanche, 11. février 2007 ) |